Neues Jahr, neue Vorsätze, neue Ausreden 2014!

Ratet einmal, wann mein Blog die meisten Besucher hat. Ratet mal weiter, wann Fitnessstudios am vollsten sind. Ratet mal, wie viele Leute am Silversterabend leere Versprechen machen, an die sich im Februar keiner mehr erinnern kann? – Und das liegt nicht am Sekt, sonst wären Sie am 01.01. wohl auch schon weg.

Vorsätze und Ausreden im Jahr 2014

Der ewige Kampf: Vorsatz gegen Ausrede. Was habt ihr euch für das Jahr 2014 vogenommen? Wie wäre es mit folgendem Vorsatz: “Ich will mich im Dezember noch an meinen Vorsatz vom Januar erinnern können.”

Ich wollte schon immer mal über den ‘Biggest Loser’ schreiben

Richtig, ihr habt erfasst, worauf ich hinaus will: Die guten Vorsätze. Nie ist das Thema “Diät” oder “Abnehmen” so beliebt wie im Januar. Doch umso seltener hält es an. Klar, ganz am Anfang geht es schnell, das kennen wir ja vom Biggest Loser. In der ersten Woche purzeln die meisten Pfunde. Vielleicht sollten man einfach alle zwei Wochen neu anfangen mit dem Abnehmen. Dann man hat alle zwei Woche eine “erste Woche” mit Riesen-Erfolgen. Wobei das erinnert an den Kettenraucher, der es schafft täglich 30 mal mit dem Rauchen aufzuhören.

So, genug Dummgelaber. Jetzt gehen wir an unsere Mission. Zu allererst einmal ein frohes neues Jahr 2014! Und für alle neugierigen natürlich noch eine kurze Erklärung auf die Frage, warum die Teilnehmer bei “The Biggest Loser” in der ersten Woche so viel Gewicht verlieren. Dabei geht es hauptsächlich um Wasser. Fett speichert viel Wasser. Was wir umgangsprachlich als “Körperfett” bezeichnen ist kein reines Fett, es enthält auch viel Wasser. Um ein Kilogramm Körperfett zu verlieren, muss deswegen auch “nur” 7000kcal verbrannt werden. Das rechtliche gespeicherte Wasser gibt es quasi for free. Und warum verlieren die Teilnehmer in der ersten Woche überdurchschnittlich viel Wasser? Das liegt an der radikalen Ernährungsumstellung. Steigt man von einer stark zuckerhaltigen Ernährung bzw. einer allgemein Kohlenhydrate-basierten Ernährung auf eine zuckerarme und eiweisreiche Ernährung um, wird dieses Wasser frei.  Den gleichen Effekt gibt es übrigens auch umgekehrt. Wer nach einer LCHF (Low Carb, High Fat) Diät plötzlich wieder viele Kohlenydrate zu sich nimmt, speichert auch viel Wasser ein.

Nun mach ich euch den ersten Vorsatz zunichte…

Wasser spielt eine große Rolle beim täglichen Gewicht und bringt mich direkt dazu, einen eurer beliebtesten Vorsätze zu kritisieren. Na, wer hat sich vorgenommen dieses Jahr 5kg oder 10kg oder eine andere bestimmte Summe abzunehmen? Ich kann mir nur ein Szenario vorstellen, in dem ein konkretes Gewicht sinnvoll: Wenn ihr für einen bestimmten Leistungssport so leicht wie möglich sein müsst (z. B. Marathon laufen, Rennrad fahren oder auch Kartfahren). Wenn es euch wie den meisten aber um das Aussehen und Wohlbefinden geht, dann hört auf in Kilogramms zu rechnen, denn:

  1. Der Wasserhaushalt schwankt täglich mehr, als die meisten von euch in zwei Wochen an Fett abbauen werden.
  2. Muskeln sind viel schwerer als Fett. Wer schlank, aber straff ist, wiegt oft viel mehr, als jemand der mäßig Fett, aber so gut wie keine Muskeln hat
  3. Wenn eure Motivation die Leistungsfähigkeit oder Gesundheit ist, setzt euch lieber praktische Ziele: Z. B. 100kg beim Bankdrücken oder 5km ohne Pause durchlaufen.

Und nun zu meiner absoluten Liebelingsausrede 2014

Ach quatsch, nicht 2014. Auch nicht dieses Jahrzehnts, die Ausrede schlecht hin: “Ich habe keine Zeit.” Zeit ist unser kostbarstes Gut heutzutage. 8 bis 10 Stunden auf der Arbeit und dann soll ich mich noch jeden Tag hinstellen und was gesundes Kochen? Und dann wohlmöglich auch noch Sport machen? Ein Glück, dass zum 01.01. beschlossen wurde, dass der Tag nun 36 Stunden hat.

Im Ernst, jeder der mir sagt, er oder sie würde ja so gerne, aber die Zeit ist zu eng, dem kann ich nur eins sagen: Gesunde Ernährung und Sport erhöhen deine Leistungsfähigkeit, sie erhöhen deine Konzentration, sie machen den Tag quasi länger. Gerade an all die jenigen, die das Glück haben, sich die eigene Zeit relativ frei einteilen zu können. (Das sind wohl hauptsächlich Studenten und Selbstständige): Bitte glaubt mir: Wer morgens eine halbe Stunde Sport macht, kriegt am selben Tag deutlich mehr geschafft, als ohne. Obwohl eine halbe Stunde “fehlt”. Das wirkt besonders gut, wenn man sich für seine Arbeit stark konzentrieren muss.

Warum tun wir eigentlich als wäre Schlaf ein ‘homogenes Gut’?

Warum kommt er den jetzt mit dem komischen BWL-er-Deutsch, fragt ihr euch vielleicht, aber lasst mich erklären was dahinter steckt. Wir tun so, als wäre Schlaf gleich Schlaf. Die einzige Art und Weise Schlaf zu messen ist die Dauer. Der Blick auf den Wecker zeigt “Oh Nein! Wenn ich jetzt nicht einschlafe, hab ich nur noch 6 Stunden”. Darauf folgt dann die Panik, dass der Schlaf zu kurz kommt. Das Ergebnis: 5 Stunden, richtig schlechter Schlaf.

Und genau da war das entscheidende Wort: schlechter Schlaf. Schlaf definiert sich nicht nur über die Menge, sondern vor allem auch über die Qualität. Und jetzt kommt’s. Meine grandiose Überleitung zum eigentlichen Thema zurück. Wer morgens Sport gemacht hat, war den ganzen Tag über richtig fit und ist abends richtig müde. Wisst ihr wie toll es eigentlich ist, wenn man sofort einschläft? Ohne Fernseher, ohne noch lange rumzuliegen und zu Panik zu bekommen, dass der Schlaf zu kurz wird?

Ich weiß es, denn die körperliche Auslastung, die uns tagtäglich fehlt – es sei denn du arbeitest auf dem Bau, die meisten von uns sitzen aber wohl in schlechter Haltung auf IKEA-Bürostühlen – sollten wir durch Sport ergänzen. Das macht fit, glücklich, produktiv und vor allem abends richtig, richtig müde.

So, jetzt will ich aber doch wissen, was habt ihr euch für’s Jahr 2014 vorgenommen?

Bild (Feuerwerk): Erhard Einloft  / pixelio.de


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2 Responses

  1. Janis says:

    Guter Beitrag! Besonders der Teil über die Qualität des Schlafes finde ich sehr gelungen! Ich stufe den Schlaf sogar so wichtig ein, dass er auf meiner Seite eine eigene Rubrik bekommen hat. Es ist echt enorm, wieviel Einfluss eine gute Schlafqualität auf unsere Leistungsfähigkeit hat!

  2. Claudi61 says:

    Bei mir hat das mit dem Abnehmen wieder ein bißchen gedauert. Gestern morgen bin ich gestartet mit Paleo Pancake (die Zutaten hatte ich alle im Haus). Danach habe ich einen Großeinkauf Fleisch und Gemüse getätigt. Ich war so satt gestern Abend, dass ich gedacht habe ich hab mindestens 1 kg zugenommen. Never ever—-ich habe einen Kilo abgenommen. Unfaßbar!!! Jetzt schmoren 2 kg Rindergulasch im Backofen. Freue mich schon darauf. Meld mich bald wieder!
    LG Claudi

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